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Tipps gegen Liebeskummer für Frauen
Frauen sind in der Regel wesentlich emotionaler veranlagt als Männer und leiden daher bei einer Trennung mit jeder Faser ihres Körpers. Durchweinte Nächte, intensive Gespräche mit der besten Freundin und schwermütige Musik, die tagelang durch die Wohnung hallt, gehören für sie bei Liebeskummer einfach dazu.
Die Trauer herauszulassen und sie zu thematisieren kann durchaus als gesunder sowie befreiender Akt bezeichnet werden. Das einzige Problem besteht in der Tatsache, dass Frauen sich schnell in ihrem Schmerz verkriechen und dann nur schwer wieder aus dieser Spirale herausfinden. Sie kennen kein anderes Thema mehr, sehen die Welt durch eine schwarze Brille und sind von Zweifeln zerfressen.
„Warum hat er mich verlassen?“, „Was habe ich falsch gemacht?“ oder „Bin ich vielleicht nicht attraktiv genug“ sind dann Fragen, die ihnen permanent durch den Kopf kreisen. Sicherlich für Außenstehende absoluter Blödsinn, denn das Scheitern einer Beziehung liegt immer an beiden Seiten. Solche Allgemeinplattitüden helfen aber kaum. Um wieder ein kleines Licht am Horizont zu sehen, gibt es erheblich bessere Maßnahmen – die darüber hinaus sogar Spaß machen können.
Ein seit jeher bewährter Ratschlag bei Liebeskummer lautet, rot geweinte Augen sind der erste Schritt zur Besserung. Besorgen Sie sich also den schönsten Herzschmerz-Film, der Ihnen einfällt (am besten einen mit dramatischem Ende), und machen Sie es sich auf der Couch gemütlich. Reichlich Schokoladenpudding, Knabberzeug, die Kuscheldecke und mindestens eine Familienpackung Taschentücher sollten schon bereitliegen. Die Tränen kullern, ungehemmte Schluchzer unterstreichen die traurigsten Szenen und ganz nebenbei stellt sich Erleichterung ein.
Da Frauen eher zu den Rudeltieren gehören, lassen sich solche Abende nicht nur allein, sondern ebenso zusammen mit Freundinnen gestalten. Geteiltes Leid ist halbes Leid oder so ähnlich....
Im Anschluss an den Film, den man bei Bedarf auch ganz weglassen kann, heißt es, ihnen das Herz auszuschütten und gemeinsam über den Ex herzuziehen. Irgendwann werden aufgrund der solidarischen Gemeinheiten, die sich bald auf das gesamte männliche Geschlecht erstrecken, die Tränen versiegen und einem schallenden Gelächter weichen. Denn niemand ist so grausam und treffsicher wie eine enttäuschte Frau. Und da wir schon beim Thema Gemeinheiten sind....
Die meisten Trennungen hinterlassen einen gewissen Redebedarf, denn es fehlen gerade dann die passenden Worte und dem Verflossenen hinterher zu telefonieren kommt nicht in die Tüte - ein bisschen Stolz muss schließlich sein. Papier jedoch ist geduldig. In einem fingierten Abschiedsbrief können alle offenen Fragen gestellt, sämtliche Vorwürfe vermerkt und jede einzelne Kränkung erwähnt werden. Auf die feine englische Art braucht dabei keine Rücksicht genommen werden, der Brief verschwindet ohnehin im Feuer oder in einer dunklen Ecke.
In besagter dunkler Ecke ist außerdem ein weiterer Platz vorgemerkt, nämlich für die Kiste, in der sämtliche Erinnerungstücke verschwinden. Wer bringt es schon über sich, den Teddy vom letzten Rummel oder seine Geburtstagsgeschenke einfach wegzuwerfen? In der Wohnung können sie aber auch nicht bleiben, sie würden nur immer wieder wehmütige Blicke wachrufen. Gut verstaut sind sie in einer (weit entfernt stehenden) „Gedenkbox“ besser aufgehoben.
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