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| Liebeskummer am Arbeitsplatz Seite 2 |
Falls die Firma über entsprechende Kapazitäten verfügt, könnte ein Wechsel in eine andere Abteilung oder Filiale ratsam sein. Sie müssen sich zwar von lieb gewonnenen Kollegen und gewohnten Abläufen verabschieden, schaffen gleichzeitig aber Abstand zum Urheber Ihres Liebeskummers. So gelingt es leichter, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und Sie haben zumindest eine Sorge weniger. Leider steht diese Option nicht immer zur Verfügung und es müssen Alternativen gefunden werden.
Treffen Sie beispielsweise klare Absprachen mit Ihrem ehemaligen Partner, dass sich Gespräche zwischen Ihnen nur auf professioneller Ebene abspielen und Sie das – realistisch betrachtet, unvermeidliche - Private auf den Feierabend oder zumindest auf die Kaffeepause verschieben. Vereinbaren Sie am besten eine Art Codewort, mit dem Sie in der Lage sind, ein Abdriften sofort gegenseitig zu stoppen.
Selbstverständlich kommen Sie nicht umhin, sich selbst ebenso an Ihren eigenen Vorsatz zu halten wie Sie es von Ihrem Gegenüber erwarten und das bedarf in der Regel einer ordentlichen Portion Disziplin. Aus einer vergessenen Unterschrift wird leicht der Satz „Auf dich war noch nie Verlass“ und in eine Diskussion über die beste Werbestrategie mischt sich schnell ein „wie man bei anderen Eindruck schindet, wusstest du ja schon immer“ – keine besonders gute Strategie, besonders wenn sich Kollegen in Hörweite befinden.
Um derartige Zusammenstöße zu vermeiden, sollten Sie vielleicht einige Menschen in Ihrem Umfeld ins Vertrauen ziehen. Vielleicht sind diese bereit, als Übergangslösung die eine oder andere Aufgabe, die Ihnen in diesem Zusammenhang unangenehm wäre, zu übernehmen. Die effektivste Methode einen Streit zu beenden, ist nämlich ihn erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Die Betonung liegt dabei auf dem Wort Übergangslösung. Langfristig müssen Sie eine Ebene finden, auf der wieder eine gewisse Normalität einkehren kann. Und verzichten Sie darauf, vor der Belegschaft die Opferrolle zu geben oder gar gegen den/die Ex zu intrigieren. Stets fair bleiben heißt das Motto.
Obwohl Liebeskummer bekanntlich den Blick trübt, wäre es zudem empfehlenswert, Augen und Ohren offen zu halten. Reagieren Sie umgehend, falls Ihr Vorgesetzter Andeutungen und Hinweise bezüglich Ihres gespannten Verhältnisses äußert. Suchen Sie ein klärendes Gespräch unter vier oder sechs Augen und bitten Sie gegebenenfalls um Urlaub, bis sich die Lage entspannt hat. Allein die Tatsache, dass Sie bereit sind, an der Problematik zu arbeiten und nach Lösungen suchen wird ihm Ihre berufliche Loyalität beweisen.
Ein Jobwechsel sollte in jedem Fall die letzte Option sein. Vor Schwierigkeiten zu fliehen, hat schließlich auf Dauer noch niemandem geholfen. Eine Ausnahme bestünde natürlich dann, wenn Sie sich schon seit Längerem mit dem Gedanken eines beruflichen Neustarts tragen. Unter dieser Voraussetzung wirkt die Trennung als zusätzliche Motivation und gibt den nötigen Antrieb, diese Pläne zukünftig in die Tat umzusetzen.
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