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Liebeskummer am Arbeitsplatz
Tipps gegen Liebeskummer am Arbeitsplatz

Statistisch gesehen verbringt der Mensch die meiste Zeit seines Lebens im Job. Wer also das Pech hat, mit einem launischen Chef und nervtötenden Kollegen zusammenzuarbeiten, darf zu Recht als bedauernswertes Individuum bezeichnet werden. Dieser Zustand bildet aber zum Glück eher die Ausnahme und so kann sich der Großteil von uns zumindest über ein annehmbares Betriebsklima freuen. Gelegentlich geht die Atmosphäre auch über annehmbar hinaus und führt dazu, dass sich ein mehr oder weniger freundschaftliches Verhältnis untereinander entwickelt - eventuell sogar über die Grenzen der Arbeit hinweg.
Der Schritt zur Liebe erscheint daher nicht mehr weit. Sich täglich zu begegnen, gemeinsame Ziele zu verfolgen und sich in unzähligen Gesprächen näher zu kommen, hat schon oft dazu geführt, dass der berühmte Funke übergesprungen ist. Eigentlich eine wunderbare Sache, doch birgt eine solche Beziehung gleichzeitig einige Gefahren und wird speziell bei ihrem Scheitern zu einer harten Probe. Wo die ständige Zweisamkeit im Idealfall zunächst als angenehm und romantisch empfunden wird, entwickelt sie sich schnell zu einer doppelten Belastung.
Liebeskummer für sich genommen zehrt zwar am Gemüt und verursacht manche traurige Stunde, solange eine Rückzugsmöglichkeit besteht, lässt er sich aber irgendwie aushalten. Auf diese spezielle Weise allerdings schleicht er sich in praktisch sämtliche Bereiche ein und verhindert als allgegenwärtiger Schatten, sich von ihm zu lösen. Abstand zum Ex-Partner zu halten, für Ablenkung zu sorgen oder seine Trauer für eine Weile einfach zu vergessen gestaltet sich dann reichlich schwierig. Permanent werden wir mit den schmerzhaften Erinnerungen konfrontiert wie ein Hund, dem man einen Knochen vorhält, nur um ihn dem armen Tier anschließend über den Schädel zu ziehen.
Dabei bildet dieser Aspekt nur die Spitze des Eisbergs. Nicht selten leidet gleichermaßen die Arbeit unter dem ständigen emotionalen Konflikt. Mit schlechter Stimmung und dem Gedanken, der oder dem Verflossenen ständig zu begegnen, kostet es schon reichlich Überwindung morgens überhaupt im Büro zu erscheinen. Seine Aufgaben zufriedenstellend zu erledigen grenzt dagegen an die Besteigung des Mount Everest ohne Sauerstoffgerät. Eine Kommunikation auf rein beruflicher Ebene ist zudem ein frommer Wunsch, der kaum realisierbar sein dürfte und somit sind Streit und sinkende Leistungen bereits vorprogrammiert. Ein Zustand, der den Chef wenig begeistern dürfte.
Ihren Vorgesetzten interessiert Ihr Gefühlsleben vermutlich nicht besonders. Er möchte nichts über Ihren emotionalen Ballast erfahren, sondern sehen, dass Sie ordentliche Ergebnisse präsentieren. Dafür bezahlt er Sie schließlich. Dieser Punkt ist mit voller Absicht drastisch formuliert, denn Sie sollten sich diese Tatsache hin und wieder vor Augen führen. Neben der Beziehung noch den Job zu verlieren, trägt mit Sicherheit nämlich nicht dazu bei, dass Sie sich bald besser fühlen.
Bislang klang das alles nicht sonderlich erbaulich und auf den ersten Blick scheint es keinen wirklichen Ausweg aus dem Dilemma zu geben. Wie soll man auf Dauer mit jemandem den Berufsalltag teilen, den man am liebsten auf den Mond schießen und dort bis zum Tag des Jüngsten Gerichts zurücklassen würde? Woher die Kraft nehmen, um in den Augen des Chefs weiterhin als ein vorbildlicher Angestellter zu gelten?
Einfach wird es sicherlich nicht, aber es existieren durchaus einige Mittel und Wege, die unter bestimmten Voraussetzungen als Waffe gegen den Liebeskummer funktionieren - wobei man den obersten Grundsatz niemals vergessen darf und der lautet: Nichts überstützen, denn immerhin kann es hier um Ihre Zukunft gehen und Sie sollten deshalb keine unbedachten Entscheidungen treffen, die Sie später unter Umständen bitter bereuen.

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